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Lektion 12: Lob der Demokratie

(1)
„Wir haben einen derartigen Staat dass wir nicht die Gesetze anderer Staaten beneiden (müssen), im Gegenteil, in Wahrheit sind wir selbst vielmehr irgendjemandem ein Vorbild als dass wir von anderen Beispiele fordern. Und er (der Staat) wird freilich dem Namen nach Volksherrschaft genannt und zwar deswegen, weil nicht von wenigen, sondern vom Volk die Angelegenheiten geregelt werden. Dieselben Gesetze gelten für alle Bürger und niemand wird wegen seiner niedrigen Herkunft daran gehindert, wenn er nur in irgendeiner Sache dem Staat nützen kann. Da wir in allen Dingen uns um die Freiheit bemühen, hüten wir uns davor, dass wir Aussprüche und Handlungen irgendeines Menschen verdächtigen und wir sind niemandem böse, wenn er etwas mit aufrichtigem Willen macht, wenn es nicht irgendein Gesetz verbietet. Unser Staat steht allen offen und wir verstoßen nicht irgendwelche Fremden und hindern nicht irgendjemand an irgendeiner Lehre oder halten ihn von irgendeinem Schauspiel fern selbst dann nicht, wenn es wahrscheinlich ist, dass er von den Feinden geschickt worden ist um irgendwelche Sachen auszuspionieren.
(2)
Ich weiß, dass bei gewissen Völkern die Jungen streng erzogen werden, weil die Eltern glauben, dass ihnen auf diese Weise Tapferkeit hinzugefügt wird. Und dennoch sind wir nicht derselben Meinung, da wir ja ein erfreuliches Leben und alles, was schön ist, lieben. Dennoch nehmen wir dieselben Gefahren auf uns wie andere: Ohne jede Furcht schreiten wir in die Schlacht und erringen meistens den Sieg über die Feinde. Denn es wird sich zeigen, wenn jemand die Sache schärfer betrachtet und bedenkt, dass der Mut derer stärker ist, die sowohl die Freuden als auch die Schrecken des Lebens kennen gelernt haben und daher nicht vor Kämpfen oder irgendwelchen Gefahren fliehen. Deshalb glaube ich, dass kaum irgendjemand daran zweifelt, dass diese Stadt stärker ist als die übrigen, zumal da ihr alle Meere, alle Länder offen stehen. Aus diesem Grund werden wir sowohl dem Menschen dieses Zeitalters als auch des zukünftigen zur Bewunderung gereichen und wir ersehnen keinen berühmten Dichter, nicht einmal Homer, als Lobredner."

 

20.3.07 16:41





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